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Facebook will in der zweiten Mai-Hälfte an die Börse

Plausch im Facebook-Hauptquartier: Wann geht das IPO über die Bühne? (Bild: Keystone)

Anleger warten mit Spannung auf Facebooks Börsengang. Nun nennt ein Bericht zwei konkrete Daten als Wunschtermine von Mark Zuckerberg und Co.

Veröffentlicht am 19.04.2012

Facebook peilt für seinen Milliarden-Börsengang laut US-Medienberichten die zweite Mai-Hälfte an. Das Blog «Techcrunch» schrieb unter Berufung auf informierte Personen, Wunschtermin sei der 17. Mai. Das weltgrösste Online-Netzwerk müsse dafür aber noch die nötigen Zusagen der US-Börsenaufsicht SEC bekommen, hiess es am späten Mittwoch. Der US-Sender CNBC hatte bereits vor knapp zehn Tagen den 17. oder den 24. Mai als mögliche Termine genannt.

Die «New York Times» rechnete unterdessen auf Grundlage ihrer Informationen über den Kauf des Fotodienstes Instagram durch Facebook den wahrscheinlichen Börsenwert des Online-Netzwerks hoch - und kam dabei auf die bereits erwarteten 75 bis gut 100 Milliarden Dollar.

Börsengang soll fünf Milliarden einbringen

Demnach bezahlte Facebook die Milliarde Dollar für Instagram zu 30 Prozent bar und den Rest mit Aktien. Dabei sei Facebook von einem Preis von 30 Dollar pro eigene Aktie ausgegangen - was für das gesamte Unternehmen einen Börsenwert von 75 Milliarden Dollar bedeuten würde. Zugleich hiess es, in den Verhandlungen sei auch eine potenzielle Bewertung von 104 Milliarden Dollar gefallen.

Nach bisherigen Angaben von Anfang Februar will Facebook bei der Aktienplatzierung fünf Milliarden Dollar einnehmen - obwohl sich hartnäckig Gerüchte halten, dass es auch zehn Milliarden werden könnten. Auf jeden Fall wird es der bisher grösste Börsengang eines Internet-Unternehmens. Der 27-jährige Gründer Mark Zuckerberg wird auch nach der Börsenplatzierung die Kontrolle behalten, weil er «Super-Aktien» mit vielfachen Stimmrechten hält.

Das «Wall Street Journal»-Blog «All Things Digital» hatte die dritte Mai-Woche schon im Januar als anvisierten Termin für den Börsengang genannt. «Techcrunch» schränkte aber selbst jetzt mit einer Prise Ironie ein, dass noch nichts in Stein gemeisselt sei: «In vier Wochen kann viel passieren, inklusive des Zusammenbruchs der europäischen Wirtschaft, der nächsten Ölkrise oder der Ermordung des österreichischen Erzherzogs Franz Ferdinand», die einst den Ersten Weltkrieg ausgelöst hatte.

(tno/muv/awp)

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