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Facebook zielt auf Tablet-PCs

Mit der neuen Plattform soll das Programmieren von Facebook-Apps einfacher werden. (Bild: Keystone)

Facebook beugt sich dem Druck und passt sich dem iPad von Apple an. Neben einer iPad-App bringt das soziale Netzwerk auch eine neue Entwickler-Plattform raus.

Veröffentlicht am 11.10.2011

Facebook nimmt verstärkt Smartphones und Tablet-Computer ins Visier. Das weltgrösste Online-Netzwerk startet eine neue App-Plattform, mit der Entwickler ihre Software quer über verschiedene Geräte und Betriebssysteme hinweg anbieten können.

Zudem lancierte Facebook nach monatelangen Spekulationen eine speziell für Apples iPad angepasste App. In ihr werden unter anderem Bilder grösser angezeigt - und der Platz auf dem Bildschirm wird ausserdem für ein kleines zusätzliches Fenster für Chats genutzt. Gemäss dem «Handelsblatt» soll damit eine Integration von Facebook in das iPad vom Tisch sein.

Mit der neuen Plattform soll das Programmieren von Facebook-Apps einfacher werden: Die Entwickler brauchen nur ein Werkzeug, egal ob es um die Version für das Web oder speziell für bestimmte mobile Geräte geht. Aktuell stellt es für die Entwickler ein Problem dar, die Apps für diverse Systeme wie Apples iOS oder Googles Android anpassen zu müssen.

Ping ohne grosses Gewicht

Dabei sind Smartphones und Tablets ein wichtiges Segment für Facebook: Mehr als 350 Millionen Menschen im Monat nutzen das Netzwerk von mobilen Geräten aus, zudem können sie besser mit neuen Geschäftsmodellen wie ortsbezogener Werbung angesprochen werden.

Eine speziell auf den grösseren Bildschirm des iPad zugeschnittene Facebook-App war schon lange erwartet worden. Es gab Gerüchte, dass sie durch Differenzen zwischen Facebook und Apple aufgehalten wurde - unter anderem, weil sich die Unternehmen nicht auf eine Kooperation bei Apples Musiknetzwerk Ping einigen konnten. Apple warf Facebook überhöhte Forderungen vor und wagte mit Ping einen Alleingang.

Das Netzwerk, bei dem Nutzer von Apples iTunes-Programm untereinander Musiktipps austauschen und Neuigkeiten über ihre Lieblingskünstler bekommen können, hat bisher kein grosses Gewicht gewinnen können. Zugleich bindet Facebook verstärkt Online-Musikdienste wie Spotify ein, die mit Apples iTunes konkurrieren.

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(kgh/vst/tno/awp)

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