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Arbeitskampf
Fährleute-Streik am Lago Maggiore geht weiter

Angestellte der Fährschifffahrtsgesellschaft NLM: Seit zwölf Tagen im Streik. Keystone

Die Fährleute verlangen Job- und Lohngarantien. Die Tessiner Regierung sucht eine Lösung für die 34 auf Ende Jahr entlassenen Angestellten. Doch die Fronten sind verhärtet.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Die streikenden Fährleute am Lago Maggiore halten an ihrem Kurs fest. Sie wollen erst an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wenn sie eine Beschäftigungs- und Gehaltsgarantie bekommen. Das Treffen ihrer Vertreter mit dem Tessiner Staatsrat blieb am Donnerstag ohne Resultat.

Sie wolle sich dafür einsetzen, dass alle per Ende 2017 entlassenen 34 Angestellten in einem neuen Konsortium eine Anstellung finden, teilte die Kantonsregierung am Donnerstag mit. Damit erneuerte sie ihre Aussagen von Ende Juni. Der Kanton könne einen Zuschuss für einen Teil des «Service public» im Schweizer Becken des Lago Maggiore zahlen.

Unklarheit über künftige Löhne

Im neuen Konsortium müsse dann zusammen mit der Gewerkschaft ein Gesamtarbeitsvertrag ausgearbeitet werden. Erst dann könne Sicherheit darüber bestehen, dass die bislang gezahlten Löhne der Fährleute auch im neuen Konsortium aus NLM und SNL Bestand hätten, so die Regierung. Die beiden Gesellschaften organisieren jeweils den Fährbetrieb auf dem Lago Maggiore und dem Lago di Lugano.

Ein nächstes Treffen zwischen Regierung, Gewerkschaften und Beschäftigten ist für den 2. August geplant.

5000 Solidaritätsunterschriften

Solange es keine Garantien gebe, dass für die Beschäftigten das Lohnniveau unverändert bleibe, gehe der Streik weiter, teilten die Gewerkschaften SEV, Unia und Ocst am Donnerstag mit. Sie sind seit mittlerweile zwölf Tagen im Streik und wollen wie bisher Tag für Tag darüber entscheiden, ob der Arbeitskampf fortgeführt werden soll.

Mittlerweile seien mehr als 5000 Solidaritätsunterschriften gesammelt worden, so die Gewerkschafter. Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass auch die Unterstützung von der Bevölkerung und von Touristen vorhanden sei.

Der Streik in der Hochsaison trifft den Tessiner Tourismusstandort empfindlich, da im Schweizer Becken des Lago Maggiore keine Fährverbindungen angeboten werden können. Zumindest zu den Brissago-Inseln verkehren laut der Fährgesellschaft NLM aber wieder stündlich Schiffe, wie sie auf ihrer Homepage mitteilt. Dieses Angebot erfolge mit italienischem Personal und gelte solange bis der Streik beendet sei.

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(sda/gku)

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