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Fall
Familie Espirito Santo verliert ihr Imperium

Ricardo Salgado: Gefallenes Oberhaupt der Familie Espirito Santo.   Keystone

Der einstige Stolz der portugiesische Bankendynastie Espirito Santo löst sich immer mehr in Luft auf: Nach der Pleite der Bank werden nun die Familien-Holdings liquidiert.

Veröffentlicht am 17.10.2014

Nach der Pleite der portugiesischen Bank Espirito Santo steht auch die gleichnamige Gründerfamilie vor dem Bankrott. Die beiden in Luxemburg angesiedelten Familien-Holdings Rioforte und Espirito Santo International (ESI) werden liquidiert, wie ein Gericht in Luxemburg entschied. Damit zerstoben die Hoffnungen der Familie, die Gesellschaften vor den Gläubigern zu schützen und sanieren zu können.

ESI war Buchprüfern zufolge vor gut einem Jahr bereits mit 6,4 Milliarden Euro verschuldet. Die Banco Espirito Santo, Portugals grösste börsennotierte Bank, war mit in den Sog der Krise des Familien-Imperiums gezogen worden und hatte im August mit 4,9 Milliarden Euro aufgefangen werden müssen.

Mega-Pleite ruft Staatsanwaltschaft auf den Plan

In Rioforte hatte die Familie ihren Besitz ausserhalb der Finanzbranche gebündelt. Er reicht von grossen Landflächen südlich der Hauptstadt Lissabon, auf denen ein Ferien-Resort entstehen sollte, über ein Pharmaunternehmen bis zu einem Reisebüro. Die Mega-Pleite hat auch die Staatsanwaltschaft in Portugal auf den Plan gerufen, die den Fall zusammen mit der Notenbank, der Börsenaufsicht und der Polizei untersucht.

(reuters/dbe)

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