Bei Küchenfronten fällt die Wahl in den meisten Fällen auf Weiss, ein helles Grau oder einen hellen Beigeton. Damit kann man nichts falsch machen, denken die meisten Bauherren – insbesondere in Anbetracht der gut 20 Jahre, die diese Küche ihren Dienst tun wird. Doch parallel dazu hat dieser Raum einen neuen Platz im Rahmen moderner Wohnkonzepte eingenommen und ruft nach einer anderen Gestaltungsqualität als bislang üblich.

Überhaupt scheint sich die Einrichtungskultur zu verändern: Man ist offener für Experimente und denkt aus dem Augenblick heraus – und nicht daran, ob einem der Wohnstil Jahrzehnte später noch gefallen wird oder nicht. Das bestätigt auch Beat Soller, Farbgestalter und Dozent am Haus der Farbe in Zürich und Leiter Farbgestaltung der Max Schweizer AG, Zürich: «Warum soll man jahrzehntelang ganz in Weiss leben, wenn man Lust auf ein blaues Zimmer hat? Die Wohnung wird heute als gestaltbarer Raum anerkannt und wahrgenommen. Er ist nicht unantastbar, sondern wandelbar: Allein diese Erkenntnis ist bereits ein Anfang und Aufforderung, sich einfach an Farbe heranzuwagen und mit einem Fachmann entsprechend umzusetzen. Eine differenzierte Farbigkeit wirkt Wunder – und beschert ein völlig neues Wohnerlebnis.»Die Wohnung als Rückzugsort ist zu einem individuell definierten Wohlfühlbereich geworden, in dem heute kreative Selbstentfaltung im Vordergrund steht. Auch in der Küche ist ein bunter, selbst bestimmter Mix verschiedenster Einrichtungsobjekte angesagt. Dabei nimmt Farbe in vielfältiger Weise eine Schlüsselrolle ein, denn letztlich ist sie es, die, zusammen mit dem Licht, Raumstimmungen kreiert. Ein gekonntes Konzept bezieht neben den festen Einbauten den gesamten Raum mit Boden, Decke und Wänden mit ein und macht sich selbstverständlich auch Gedanken über die Funktion dieses Raumes. «Eine Küche ist prädestiniert für frische, aktive Farben oder Naturtöne. Kochen und Essen ist etwas überaus Sinnliches – und das lässt sich perfekt mit Farbe unterstreichen», meint denn auch Beat Soller. Und: «Sie muss mit Nahrungsmitteln funktionieren. Man darf keine Farben einsetzen, die negative Assoziationen hervorrufen.» Doch was es in erster Linie braucht, ist ein qualifiziertes Konzept auf der Basis einer Analyse der bestehenden Architektur und der individuellen Ansprüche. Zudem kommt es auf das Programm des Küchenanbieters an. Sanitas Troesch hat beispielsweise seiner Programmlinie «Living» ein durchdachtes Farbkonzept zugrunde gelegt, das den Einstieg ins Thema «Farbgestaltung» leicht macht: Eine Palette von 17 Farben, deren einzelne Nuancen so aufeinander abgestimmt sind, dass sie Ton-in-Ton sowie untereinander nach individueller Präferenz kombiniert werden können, eröffnet spannende Optionen. Dabei gilt die Devise: Wer wagt gewinnt.Die Küche ist mit ihren fest eingebauten Möbeln ein Spezialfall: Kann man ein Sofa noch austauschen oder umstellen, so sind mit dem Einbau der Küchenelemente vorerst die Gegebenheiten fixiert. Gut, wenn man sich deshalb vorher, das heisst bereits bei der Auswahl, mit dem späteren Ambiente auseinandersetzen kann. Wie wird sich die Lichtstimmung mit Tageslicht und Beleuchtung verändern? Wie werden die ausgesuchten Farben und Flächen dabei aussehen? Wer genau wissen will, welchen Einfluss Licht und Farbauswahl auf die neue Küche haben werden, kann dies in einem neuartigen Licht- und Farbstudio bei Sanitas Troesch wirklichkeitsgetreu simulieren: Das Tool gibt die effektive Beleuchtungs- und Farbsituation der Raumgestaltung wieder und ist äusserst hilfreich bei der Abwägung der einzelnen Gestaltungskonzepte.