Die gesamte Geschäftsleitung der Credit Suisse bekommt weniger – doch Brady Dougan erhält als oberster Chef ein kräftiges Plus. 64,8 Millionen Franken erhielten die Topmanager der Grossbank 2013 ausbezahlt. Im Jahr zuvor trugen sie noch 74 Millionen Franken nach Hause. Das Gremium wurde allerdings letztes Jahr verkleinert – von 13 auf 9 Köpfe. Im Schnitt standen die CS-Lenker also deutlich besser da. Statt 5,7 Millionen bekamen sie 2013 insgesamt 7,2 Millionen.

Bestverdiener war 2013 Konzernchef Brady Dougan: Er kassierte 9,8 Millionen Franken – und damit gut 25 Prozent mehr als noch 2012. Im Jahr zuvor steckten 7,8 Millionen in seiner Lohntüte.

Die UBS zahlt mehr

Erstmals zeigte die Credit Suisse im vergangenen März auf, wie viel Dougan im Jahr 2013 verdienen könnte. Seinerzeit wurde ein Zielwert von 9,4 Millionen Franken bekannt gegeben. Nun ist klar: Dougan verdiente noch mehr als von der Bank vor einem Jahr angepeilt.  Zum Vergleich: UBS-Konzernchef Sergio Ermotti wurde für 2013 mit insgesamt 10,7 Millionen Franken entschädigt.

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhielt für 2013 insgesamt 4,9 Millionen Franken – davon knapp 3,8 Millionen in bar. Im Vorjahr hatte er noch 5,2 Millionen bezogen. UBS-Präsident Axel Weber wurde 2013 mit insgesamt 6,1 Millionen entlohnt.

Wechsel im CS-Verwaltungsrat

Im Verwaltungsrat der Credit Suisse stehen ausserdem grosse Veränderungen an. Walter Kielholz und Peter Brabeck-Lemathe scheiden nach 15 beziehungsweise 17 Jahren aus dem Gremium aus. Die Credit Suisse schlägt an der Generalversammlung vom 9. Mai 2014 Roche-CEO Severin Schwan und Standford-Professor Sebastian Thrun zu Wahl in den Verwaltungsrat vor. 

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Kielholz war 15 Jahre VR-Mitglied und von 2003 bis 2009 Präsident. Brabeck gehörte dem Verwaltungsrat 17 Jahre an und war von 2000 bis 2005 und seit 2008 Vize-Präsident. VRP Urs Rohner und die weiteren Mitglieder des Verwaltungsrates stellen sich zur Wiederwahl für eine Amtsdauer von einem Jahr zur Verfügung, wie es hiess.

Leiter der Google-Forschungsabteilung

Zur Zuwahl von Severin Schwan und Sebastian Thrun sagte Rohner, mit den beiden würden zwei Führungspersönlichkeiten in den Verwaltungsrat aufgenommen, «deren grosse Erfahrung uns helfen wird, unsere auf Kundennutzen und Innovation ausgerichtete Strategie konsequent umzusetzen».

Schwan ist seit 2008 CEO von Roche. Thrun ist Mitgründer und CEO von Udacity, einer Online-Universität, Google Fellow sowie Gründer und Leiter der Forschungsabteilung Google X sowie seit 2003 Forschungsprofessor an der Stanford Universität. An der kommenden Generalversammlung stellt der VR zudem einen Antrag auf Statutenänderungen zur Umsetzung der neuen Verordnung des Bundesrats gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften.