Für 47 Prozent der Unternehmen bedeutet der Wechselkurs unter anderem Einbussen im Exportgeschäft, zum Teil sogar eine geringere Verkaufsmenge. Für 37 Prozent hat der starke Franken keinen bedeutenden Einfluss auf ihre Geschäftstätigkeit. Der Rest der befragten Unternehmen schätzt den Effekt des starken Frankens als positiv ein.

Vor allem für die Metall-, Investitionsgüter-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie stellt die Frankenstärke ein Problem dar. Ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet der hohe Währungskurs Hoteliers und anderen Unternehmern im Tourismussektor.

Kein klares Bild ergibt sich für den Handel: Bei Detailhändlern macht sich der Effekt des starken Frankens vor allem in den Grenzgebieten bemerkbar. Andererseits profitiert der Detailhandel laut SNB teilweise von tieferen Einkaufspreisen.

Neutral oder gar positiv schätzen hingegen die Vertreter der Bauindustrie, des Gastgewerbes, der Transport- und Logistikbranche sowie weiterer Branchen die Frankenstärke ein.

Trotz der schwierigen Währungssituation sind die Aussichten positiv: Die Unternehmen erwarten in den nächsten sechs bis zwölf Monaten insgesamt steigende Umsätze. Auch der Personalbestand und die Investitionen dürften leicht zunehmen. Die SNB befragte in den Monaten Januar und Februar 243 Unternehmen in der ganzen Schweiz.

(laf/rcv/sda)