Die Post streicht im Kanton Jura fast die Hälfte der 31 Schalter. Bis 2020 sollen 15 Poststellen «überprüft» werden, die anderen 16 würden sicher für die nächsten dreieinhalb Jahre beibehalten.

Sie werde die Schliessung der betroffenen Schalter «Fall für Fall sorgfältig prüfen», teilte die Post mit. Es werde keine Schliessung ohne Ersatz geben und für die Angestellten würde nach Lösungen gesucht. Ausserdem sollen fünf bis sieben zusätzliche Zugangspunkte eingerichtet werden.

Regierung besorgt

Die jurassische Regierung zeigte sich besorgt über die Ankündigung. 17 der 63 Vollzeitstellen in ihrem Poststellennetz seien dadurch gefährdet. Der Kanton rief die Post deshalb auf, «alles zu unternehmen, um mögliche Kündigungen zu verhindern». Ausserdem müssten die betroffenen Schalter ersetzt werden, am besten durch Agenturlösungen.

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte die Schliessungen in einer Stellungsnahme. Die Post setze sich damit über die Entscheide des Nationalrates vom 30. Mai hinweg. Dieser will den Bundesrat beauftragen, die Agenturen aufzurüsten und für eine bessere Erreichbarkeit zu sorgen.

Am Mittwochnachmittag informiert die Post auch über die Restrukturierungsmassnahmen im Kanton Waadt.

(sda/chb)