1. Home
  2. Unternehmen
  3. Fastweb-Deal soll Swisscom 5 Milliarden einbringen

Insider
Fastweb-Deal soll Swisscom 5 Milliarden einbringen

Breitbandanbieter Fastweb: Swisscom prüft offenbar Verkauf der italienischen Tochter.  Keystone

Der Telekomkonzern prüft offenbar den Verkauf der italienischen Internet-Tochter Fastweb. Als möglicher Abnehmer gilt die Vodafone-Gruppe. Eine Schweizer Bank soll das Geschäft begleiten.

Veröffentlicht am 08.10.2014

Der Telekomkonzern Swisscom prüft Insidern zufolge einen Verkauf seiner bis zu fünf Milliarden Euro teuren italienischen Internet-Tochter Fastweb. Die halbstaatliche Swisscom arbeite mit der UBS zusammen, um das Geschäft zu ermöglichen, sagten die Insider.

Die Bank ist seit langem Berater von Vodafone. Der Verkauf könnte Swisscom vier bis fünf Milliarden Euro einbringen. Swisscom, Fastweb und Vodafone lehnten eine Stellungnahme ab. Die UBS war zunächst für eine solche nicht zu erreichen.

Fastweb wurde 2007 übernommen

Swisscom hatte Fastweb 2007 für 4,2 Milliarden Euro gekauft und lehnte bisher trotz diversen Angeboten einen Verkauf immer ab. Fastweb ist Italiens zweitgrößter Festnetzbetreiber. Das in Mailand ansässige Unternehmen wurde 1999 gegründet. Bis Ende 2016 will Fastweb 7,5 Millionen Haushalte versorgen. Eine weitere Quelle sagte der Agentur Reuters, dass es keine Gespräche zwischen Vodafone und Swisscom gebe, obwohl von Seite der britischen Vodafone weiterhin Interesse bestehe.

Der Kauf von Fastweb würde Vodafone im Wettstreit mit dem ehemaligen Monopolisten Telecom Italia in eine vorteilhafte Position bringen. Das Geschäftsfeld von Fastweb liegt in der Breitbandtechnologie, mit der die Firma Telefon-, Internet- und Fernsehdienste anbietet. Vodafone könnte sich mit dem Kauf den Aufbau eines eigenen Netzes in Italien ersparen.

Weitere Angebote denkbar

Falls Swisscom tatsächlich den Verkauf erwäge, sei Vodafone wegen des langjährigen Interesses in der Poleposition, sagen Analysten. Allerdings sei auch denkbar, dass andere Telekommunikations- oder Beteiligungsgesellschaften ein Gebot abgeben würden.

(reuters/gku/moh/ise)

Anzeige