Am 25. Oktober hatte die «New York Times» über das Vermögen der Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao berichtet - und wurde daraufhin Ziel eines Hackerangriffs, bei dem 53 Mitarbeitern die Passwörter geklaut worden sind.

Nun zieht der Fall weitere Kreise. So sei auch das «Wall Street Journal» («WSJ») von chinesischen Hackern infiltriert worden - «um die China-Berichterstattung zu beobachten», wie es von der Zeitung heisst.

Die Infiltrierung des «WSJ» sowie Berichte über das Eindringen in das Computernetzwerk der «New York Times» und anderer Medien legen nahe, dass das gezielte Ausspionieren von US-Medien durch Chinesen inzwischen an der Tagesordnung sei, so der Bericht.

Chinesische Hacker seien über Jahre in grosse US-Medienunternehmen eingedrungen. Seit über einem Jahr untersuche die US-Bundespolizei FBI die Vorfälle. Laut «WSJ» handle es sich bei den Hackerattacken um eine Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA.

US-Medien sind nicht die einzigen Angriffsziele: Auch Google und die IT-Sicherheitsfirma RSA berichteten von Einbrüchen, die auf die chinesische Regierung zurückzuführen seien. 

(vst/tno/aho)

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