Nach insgesamt 35 Razzien haben die US-Behörden 16 mutmassliche Hacker der Gruppe Anonymous festgenommen. Laut dem Justizministerium in Washington sollen 14 von ihnen hinter einem Angriff auf das Online-Bezahlsystem Paypal stecken.

Die Razzien in mehreren US-Bundesstaaten waren nach Angaben der Bundespolizei FBI Teil einer Ermittlung zu «koordinierten Cyber-Attacken gegen grosse Unternehmen und Organisationen». Fünf weitere mutmassliche Hacker wurden den Angaben zufolge in Grossbritannien und den Niederlanden festgenommen.

Nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen von zwei Schwedinnen im Dezember hatten Unterstützer der Enthüllungsplattform Cyber-Attacken gegen Unternehmen gestartet, die ihre Zusammenarbeit mit der Internetplattform eingestellt hatten. Dies betraf unter anderem die Internetseiten von Visa, Mastercard und PayPal.

Nach eigenen Angaben verschaffte sich die Hackergruppe zudem kürzlich Zugang zu 90'000 E-Mail-Daten von Angehörigen der US-Streitkräfte und Mitarbeitern von Rüstungsunternehmen.

Die Gruppe Anonymous trat erstmals 2008 mit Aktionen gegen die Organisation Scientology auf. Als Ziel solcher Hackergruppen gilt unter anderem der Kampf gegen «freiheitsfeindliche Organisationen».

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(laf/tno/awp)