Die Gunst der Stunde muss der FC Basel nutzen: Wenn die «Bebbi» am Mittwochabend zur Champions League 2011/12 starten, sind sie gegen Otelul Galati nicht nur sportlich Favorit. Auf knapp 18,5 Millionen Franken wird der Marktwert des Kaders des rumänischen Meisters derzeit geschätzt. Damit liegt Galati in jener Gruppe C mit Abstand am Ende - sinnbildlich dafür stehen die geradezu schnäppchenhaft anmutenden 1,3 Millionen Franken, die gemäss Transfermarkt.de für Galatis Topspieler Cornel Rapa auf den Tisch geblättert werden müssten.

Der FC Basel selbst bringt es immerhin auf 45,6 Millionen Franken (top ist Xherdan Shaqiri mit geschätzten 12 Millionen Franken), was angesichts der beiden restlichen Gruppengegner geradezu verblasst: Benfica Lissabon (168 Millionen Franken) und vor allem Manchester United schiessen den Vogel regelrecht ab. Der Marktwert des britischen Teams wird auf knapp 490 Millionen Franken geschätzt - alleine Stürmerstar Wayne Rooney überflügelt mit rund 65 Millionen Franken die gesamte FCB-Equipe.

Manchester United als «SMIM-Kandidat»

Noch eindrücklicher sind die wirtschaftlichen Zahlen, wenn als Marktwert nicht nur der Transferwert des Teams, sondern auch die zusätzlichen Markenwerte, die insbesondere durch Merchandising oder den Verkauf von TV-Rechten entstehen, hinzugerechnet werden: Aktuelle Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes zeigen «ManU» als «wertvollstes Sport-Team der Welt» - mit den dort ausgewiesenen rund 1,6 Milliarden Franken ist Manchester United folglich mehr Wert als beispielsweise die SMIM-Unternehmen Meyer Burger, Logitech oder Nobel Biocare.

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Nicht viel besser sieht der Kräftevergleich für den zweiten Schweizer Vertreter auf europäischem Parkett, den FC Zürich, aus. In seiner Europa-League-Gruppe ist der Transfer-Marktwert von Sporting Lissabon (139,7 Millionen Franken) und Lazio Rom (124,7) deutlich höher. Mit knapp 29 Millionen Franken befindet sich der FCZ etwa auf Augenhöhe mit dem rumänischen FC Vaslui (23 Millionen Franken).

Allen Zahlenspielereien zum Trotz: «Die Wahrheit liegt auf dem Platz», wie es die deutsche Trainer-Legende Otto Rehhagel einst ausdrückte.

(tno)