Die US-Notenbank Fed gibt Finanzkonzernen mehr Zeit, um ihre beim Stresstest gezeigten Schwächen auszubügeln. Die Citigroup sowie die US-Töchter von HSBC , RBS und Santander müssen ihre überarbeiteten Kapitalpläne nun erst im Januar statt Ende Juni einreichen. Anfang kommenden Jahres steht bereits die nächste Runde im Stresstest an.

Der Aufschub geschehe auf Bitten der Banken, erklärte die Fed in Washington. Bis zur Genehmigung der Pläne müssen die Institute allerdings weiterhin ihr Kapital zusammenhalten. So darf die Citigroup weder ihre Dividende noch ihren Aktienrückkauf ausweiten. Bei den ausländischen Banken geht es um Gelder, die sie ihren jeweiligen Muttergesellschaften überweisen.

Die Fed spielt beim Stresstest ein Krisenszenario durch. Damit soll sichergestellt werden, dass die Geldhäuser ihr Kapitalpolster durch Ausschüttungen nicht zu stark angreifen. Je weniger Kapital eine Bank vorhält, desto schlechter kann sie Marktturbulenzen verkraften.

Bei der Stresstest-Runde in diesem Jahr hatte die Fed die Kapitalpläne von 30 Banken untersucht. Bei der Citigroup begründete sie ihr Nein unter anderem mit Defiziten in der Vorhersage der Bank, wie sich das globale Geschäft in einem Krisenfall entwickeln würde.

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(awp/chb)