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Fed würde UBS und CS notfalls retten

Die Grossbanken am Paradplatz geniessen sind laut ETH-Studie «Too connected to fail.» (Bild: Keystone)

Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse geniessen in den USA de facto eine Staatsgarantie. Nicht ihre Grösse, sondern ihre Vernetzung wäre ein Problem, wie es in einer neuen Studie der ETH Zür

Veröffentlicht am 05.08.2012

Eine neue ETH-Studie zeigt auf, welche enorme Bedeutung die Grossbanken UBS und CS für das internationale Finanzsystem haben. Die Studie illustriert anhand der Finanzkrise 2008 bis 2010 eindrücklich: Die beiden Schweizer Banken geniessen in den USA faktisch eine Staatsgarantie.

Denn die Vereinigten Staaten könnten sich einen Kollaps von UBS und CS nicht leisten. Die zwei Banken sind «too connected to fail» – zu vernetzt, um unterzugehen. Dies berichtet die Zeitung «Der Sonntag», welcher die Studie vorliegt.

Die US-Notenbank FED hat gemäss der ETH-Studie die UBS und die CS in der Finanzkrise mit maximal 77,2 respektive 60,8 Milliarden Dollar versorgt. So hoch waren die Notkredite der US-Notenbank an die zwei Institute. UBS und CS zählen zum systemkritischen Kern, die vom Fed unterstützt wurden.

Das wirft laut «Der Sonntag» ein neues Licht auf die innenpolitische «Too big to fail»-Debatte, die auf der Annahme basiert, dass die beiden Banken bei einem Kollaps die ganze Schweizer Volkswirtschaft in den Abgrund reissen würden – und darum vom Schweizer Steuerzahler gerettet werden müssten.

Doch das Problem ist nicht national, sondern international – und das Problem ist nicht die Grösse, sondern die Vernetzung: Laut dem ETH-Forscher Stefano Battiston kann durch die gegenseitigen Abhängigkeiten ein einzelnes Institut das ganze System kollabieren lassen. Und das würde die Wirtschaftsmacht USA verhindern.

(aho)

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