Ein Fehlalarm bei Skyguide hat am Vormittag dazu geführt, dass der Flugverkehr am Flughafen Zürich vorübergehend eingestellt werden musste. Es kam zu diversen Verspätungen. Um 8.30 Uhr wurde im Flugsicherungszentrum in Dübendorf ein technischer Alarm ausgelöst, der eine Evakuierung des Gebäudes nötig machte, wie Skyguide-Sprecher Roger Gaberell sagte. 

Wie sich bald herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Die Mitarbeitenden konnten wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Die Ursache des Fehlalarms wird laut Skyguide untersucht.

Als Folge des Alarms wurde laut Mitteilung der gesamte zivile und militärische Flugverkehr heruntergefahren. Gemäss den geltenden Standards werden in einem solchen Fall die Maschinen im kontrollierten Luftraum an die Nachbarzentren weitergegeben oder für eine geordnete Landung an den Tower überwiesen. Startfreigaben werden nicht mehr erteilt.

Der Flugverkehr über der Ostschweiz, Süddeutschland und am Flughafen Zürich war für rund 20 Minuten unterbrochen, so Skyguide. Kurz nach 9 Uhr wurde er wieder aufgenommen. Der Unterbruch führte zu Verspätungen bei einzelnen Flügen. Bereits am frühen Nachmittag herrschte wieder Normalbetrieb. Die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen, schreibt Skyguide.

Was geschähe im Ernstfall?


Was aber würde geschehen, wenn eine ernsthafte Störung das Flugsicherungszentrum lahmlegen würde? Laut Skyguide-Sprecher Roger Gaberell gibt es für jeden Fall klare Standards und Checklisten. Dies gelte auch, wenn etwa Zürich oder ein anderer Flughafen wegen Schnees, Streiks oder aus anderen Gründen lahmgelegt sei.

Allerdings wären die Konsequenzen einschneidender. Es käme zu grösseren Verspätungen, Flüge müssten gestrichen werden, die Anflüge nach Zürich würden an andere Flughäfen geleitet, die überfliegenden Maschinen umgeleitet.

Als erstes würden sofort die umliegenden Flugsicherungen die Kontrolle der Flüge in der Luft übernehmen: Je nachdem, wo eine Maschine sich befindet und wo sie hinfliegt, sind das München, Mailand, Padua, Rom, Genf oder Frankfurt. Als nächstes käme die europäische Verkehrsflusszentrale (Eurocontrol) in Brüssel zum Einsatz: Sie würde den gesamten Verkehrsfluss neu ordnen.

(tno/aho/sda)

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