Logitech ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres in die roten Zahlen gerutscht. Der Computerzubehör-Hersteller mit Sitz in Morges VD schrieb unter dem Strich einen Verlust von 195 Millionen Dollar, wie er in der Nacht mitteilte.

Im Vorjahresquartal von Oktober bis Dezember hatte Logitech noch einen Gewinn von 55 Millionen Dollar ausgewiesen. Auch der Umsatz schrumpfte um 14 Prozent auf 615 Millionen Dollar.

Im Verlust enthalten sei der Abschreiber von 211 Millionen Dollar für die Videokonferenz-Sparte, hiess es. Ende 2009 hatte Logitech die US-amerikanische Firma LifeSize für rund 400 Millionen Dollar akquiriert - und offenbar zu viel dafür bezahlt.

«Diese Resultate sind inakzeptabel», sagte CEO Bracken Darrell gemäss der Mitteilung. Als Grund für das «enttäuschende Ergebnis» nannte er die «andauernde Schwäche im weltweiten PC-Markt».

Logitech werde sofortige Massnahmen ergreifen, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen. Unter anderem werde Logitech in den nächsten Quartalen die Kosten «erheblich» über die im letzten April angekündigten 80 Millionen Dollar senken.

(tke/vst/sda)