Feintool verzeichnet nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 trotz starker Währungsverluste einen zweistelligen Zuwachs von Umsatz und Auftragseingang in Schweizer Franken.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 stiegen die Erlöse um 11,5 Prozent auf 270,3 Millionen Franken. Der Auftragseingang nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 11,2 Prozent auf 315,8 Millionen Franken zu, wie Feintool mitteilte. Das laufende Geschäftsjahr begann im Oktober letzten 2010.

Das Ergebnis wurde laut Feintool (Aktienkurs Feintool) getrübt durch die Erdbebenkatastrophe in Japan, die zu einer Umsatzeinbusse von 10,4 Prozent im Komponentengeschäft (System Parts) führte. Auch der starke Franken machte dem Unternehmen zu schaffen. Mit konstanten Wechselkursen gerechnet betrug das Umsatzwachstum 30,7 Prozent.

Prognose nach unten korrigiert

Für das laufende Geschäftsjahr hat Feintool seine Prognosen nach unten korrigiert und geht noch von einem Jahresumsatz von 360 bis 375 Millionen Franken aus. Vor drei Monaten gingen die Unternehmensverantwortlichen noch von einem Umsatz von 390 bis 410 Millionen Franken aus.

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Um Feintool war im Frühjahr ein Machtkampf ausgefochten worden. Dem Aargauer Industriellen Michael Pieper gelang es dabei mit seiner Beteiligungsgesellschaft Artemis, seinen Aktienanteil auf über 80 Prozent zu erhöhen. Auch die Feintool-Gründerfamilie Bösch nahm sein Angebot nach anfänglichem Widerstand an und verkaufte ihre Anteile von knapp 30 Prozent.

(tno/sda/awp)