Die Industriegruppe Feintool hat im ersten Halbjahr 2016 den Umsatz um gut 14 Prozent auf 278,5 Millionen Franken gesteigert, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 9,8 Prozent. Die weltweite Automobilindustrie habe sich im ersten Semester insgesamt erfreulich stabil gezeigt, teilt die auf das Feinschneiden und Umformen von Metallteilen spezialisierte Gruppe am Dienstag mit. Alle Segmente und Regionen hätten zum positiven Ergebnis beitragen.

Der nordamerikanische Markt sei dabei auf dem hohen Vorjahresniveau verblieben und die Automobilproduktion in Europa habe die leichte Erholung des Vorjahres – getrieben durch die deutschen Oberklasse-Hersteller – fortgesetzt. Auch der asiatische Markt sei weiterhin auf Wachstumskurs, wenn auch in leicht geringerem Ausmass. Im zweiten Quartal hat sich laut Feintool der Auftragseingang im Investitionsgütergeschäft erholt. Dennoch ging dieser im gesamten Halbjahr leicht auf 43,0 Millionen Franken zurück.

Reingewinn verdoppelt

Der Ebit erhöhte sich markant um 46 Prozent auf 21,4 Millionen und die entsprechende Marge um 170 Basispunkte auf 7,7 Prozent. In Lokalwährungen hätte das Plus beim Ebit immer noch bei knapp 38 Prozent gelegen. Diesen Anstieg führt das Unternehmen auf die gute Auslastung aller Werke und auf die eingeleitete Neuausrichtung der Schweizer Standorte zurück. Die erwähnte Ebit-Marge ebenso wie die Ebitda-Marge von 13,3 Prozent bedeuten für Feintool Rekordwerte.

Diese Entwicklung sei das Ergebnis der Fokussierung auf das Feinschneiden und Umformen sowie der fortschreitenden Internationalisierung der Produktionsbetriebe in allen grossen Automobilmärkten, heisst es weiter. Der Reingewinn nahm dabei um knapp 88 Prozent auf 13,9 Millionen zu, entsprechend einem währungsbereinigten Plus von gut 81 Prozent

Erwartungen übertroffen

Damit hat das Unternehmen die Prognosen der Analysten klar übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 265,8 Millionen Franken, für den Ebit bei 18,0 Millionen und für den Reingewinn bei 11,0 Millionen Franken.

Den Ausblick auf das Gesamtjahr 2016 bezeichnet das Unternehmen als «optimistisch». Es sei eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung zu erwarten, heisst es. Konkret wird ein Wachstum des Umsatzes um 10 Prozent auf 555 Millionen Franken prognostiziert, dies bei einer Ebit-Marge von 7,5 Prozent. Die Prognose wurde damit erhöht: Bisher lautete diese auf einen Umsatz von 530 Millionen Franken bei einer Ebit-Marge von 7,0 Prozent. Mittelfristig gilt eine Zielsetzung von 600 Millionen für den Umsatz und 8 Prozent für die Marge.

(awp/ise/ama)

Anzeige