Beim Lysser Autoindustriezulieferer Feintool hat sich im ersten Quartal 2015 teilweise der starke Franken ausgewirkt: Dieser drückte beim Anlagebau auf Umsatz und Auftragseingang. Das Teilegeschäft für die Automobilindustrie floriert hingegen.

Der Umsatz verringerte sich in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber der Vorjahresperiode um 0,2 Prozent auf 120 Millionen Franken. Währungsbereinigt entspreche dies aber einer Steigerung von 3,9 Prozent, teilte Feintool mit.

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Verantwortlich für das Wachstum ist das Geschäft mit Teilen für die Automobilhersteller. Der Umsatz aus diesem Segment legte um 6 Prozent auf 106,5 Millionen Franken zu. Beim Anlagebau hingegen brach der Umsatz um 28,1 Prozent auf 16,6 Millionen Franken ein.

Kunden hätten Pressenlieferungen verschoben, erklärte Feintool. Da sich wegen des starken Frankens die Preise in vielen Märkten für Feinschneidpressen- und -werkzeuge erhöhten, verzögerte sich zudem auch der Auftragsabschluss.

Insgesamt positiv

In der Folge verringerte sich der Auftragseingang um 13,9 Prozent auf 23,3 Millionen Franken. Der Auftragsbestand beim Anlagebau hingegen stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 7,1 Prozent auf 45,1 Millionen Franken.

Feintool sprach insgesamt von einer «positiven Entwicklung» im ersten Quartal. Die Gruppe erwägt, die Jahresprognose zu erhöhen, da die Annahmen für 2015 auf einem Wechselkurs des Frankens zum Euro von 1:1 und 0,92 Franken zum US-Dollar basieren. Der Metallverarbeiter hatte wegen des starken Frankens die Arbeitszeit erhöht. Das Unternehmen erzielt 80 Prozent seines Umsatzes im Ausland. 15 bis 20 Prozent der Kosten entstehen in der Schweiz.

(sda/chb)