Der schweizerische Bierbrauer Feldschlösschen hat im letzten Jahr dank Exportaufträgen der Muttergesellschaft Carlsberg mehr Bier produziert. Im Schweizer Markt hingegen machte Feldschlösschen ein abnehmender Bierdurst zu schaffen.

2016 braute Feldschlösschen 1,8 Prozent weniger Bier für den Schweizer Markt, wie die grösste Schweizer Brauerei und Getränkehändlerin mitteilte. Der Umsatz bei Bier und Getränken ging um 1,1 Prozent zurück.

Fokus auf Spezialitätenbiere

Der Schweizer Bier- und Getränkemarkt sei auch 2016 mit starken Veränderungen und hohem Preisdruck konfrontiert gewesen, schreibt Feldschlösschen. Das Unternehmen verweist darauf, dass Schweizer pro Kopf 2015 durchschnittlich noch 55,3 Liter Bier tranken, 2012 waren es noch 2 Liter mehr.

Die Konsumgewohnheiten veränderten sich stark, schreibt die Brauerei. Bier werde immer öfter zu Hause getrunken, der Druck auf die Gastronomie nehme zu. Wie der dänische Mutterkonzern setzt Feldschlösschen deshalb auf die stärker nachgefragten Spezialitätenbiere - etwa den Apfeldrink «Somersby».

Carlsberg zurück in Gewinnzone

Trotz rückläufiger Nachfrage in der Schweiz konnte Feldschlösschen unter dem Strich mehr Bier produzieren. Im Auftrag des dänischen Mutterkonzerns Carlsberg braute Feldschlösschen etwa Bier für die Fussball-Europameisterschaft in Paris.

Bei Carlsberg ging der Umsatz 2016 um 4 Prozent auf 62,6 Milliarden Kronen - umgerechnet rund 9 Milliarden Franken - zurück. Auf vergleichbarer Basis wäre der Gewinn laut dem Konzern allerdings um 2 Prozent gestiegen. Carlsberg kehrte zudem in die Gewinnzone zurück. Nach einem Verlust von fast 2,9 Milliarden Kronen im Vorjahr erzielte der Braugigant 2016 einen Gewinn von 4,5 Milliarden Kronen, rund 645 Millionen Franken.

(sda/cfr/chb)

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