Der Landwirtschafts- und Lebensmittelkonzern Fenaco hat 2013 in allen vier Geschäftsfeldern den Umsatz steigern können. Während der Handel mit Agrarprodukten von hohen Preisen profitierte, sanken die Margen in der Lebensmittelverarbeitung.

Insgesamt stieg der Umsatz der von landwirtschaftlichen Genossenschaften getragenen Fenaco um 6,1 Prozent auf 6,03 Milliarden Franken. Knapp ein Drittel des Wachstums ist aber auf höhere Rohstoffpreise im Agrarhandel zurückzuführen, wie die Fenaco am Mittwoch bekanntgab.

Harter Wettbewerb

So setzte das Geschäftsfeld Agrar mit knapp 1,8 Milliarden Franken rund 11,2 Prozent mehr um als im Vorjahr. Doch während die Bauern durch höhere Abnahmepreise mehr Geld lösen konnten, waren die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe der Fenaco hartem Wettbewerb ausgesetzt. Die teureren Rohstoffe konnten nur bedingt durch höhere Preise wettgemacht werden.

Dennoch stieg der Umsatz der Sparte, zu welcher etwa der Getränkeproduzent Ramseier oder der Kühl- und Tiefkühlproduktehersteller Frigemo gehören, um 3,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Der Detailhändler Volg, die Landi-Ladenkette und die Top-Shop-Tankstellenläden bauten ihren insgesamt Umsatz um 4,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken aus.

Gewinn kaum gewachsen

Nicht parallel zum Umsatz entwickelte sich der Gewinn der Fenaco: Durch die sinkende Bruttomarge stieg der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) nur leicht um 1 Prozent auf knapp 243 Millionen Franken. Mit Effizienzsteigerungen und nach eigenen Angaben konsequentem Kostenmanagement konnte der Betriebsgewinn um knapp 9 Prozent auf 103 Millionen Franken gesteigert werden.

Unter dem Strich belasteten Wertberichtigungen das Ergebnis – das Unternehmensergebnis liegt mit 51 Millionen Franken fast 16 Prozent unter jenem von 2012.

(sda/dbe/sim)

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