Der Umbau innerhalb des Reiseunternehmens Hotelplan geht, wie von der «Handelszeitung» am 30. Juli bereits gemeldet, in die vorerst letzte Runde. Mit der juristischen Integration der Spezialisten-Gruppe Travelhouse tauft sich die Hotelplan Schweiz AG per 1. November auf M-Travel Switzerland AG (MTCH) um. Gleichzeitig lässt sie auf Beginn der Wintersaison die alte Reisemarke M-Travel zugunsten der neuen Migros Ferien verschwinden.

Das Schweizer Geschäft des Hotelplan-Konzerns wird künftig in die Segmente Specialist/Premium mit den Marken Globus Reisen und Travelhouse, Value (Hotelplan, Esco) und Direct (Denner Reisen und Migros Ferien) eingeteilt. Luxuriöse (Globus) und Individualreisen (Travelhouse) sollen zahlungskräftige Kunden anlocken. Hotelplan und Esco stehen für ein breites Badeferiensortiment, während die Discounter Denner Reisen und Migros Ferien mit Preisbrecherangeboten den Markt für Direktverkauf abgrasen.

Im Günstigsegment ortet Thomas Stirnimann, CEO von MTCH, das grösste Wachtumspotenzial. «Dass wir dazu die beliebten und bestens eingeführten Detailhandelsmarken nutzen, lag schon lange auf der Hand und wird nun endlich umgesetzt.»

Ferien mit Cumulus-Punkten

Die ersten Erfahrungen mit Denner Reisen sind positiv. Der Harddiscounter hat seit April schon 12 000 Kunden in die Ferien geschickt und Stirnimanns Erwartungen übertroffen. Das neue Reiseprogramm von Migros Ferien wurde bewusst ohne Überschneidungen zu Denner Reisen, Hotelplan und Esco ausgestaltet. Der Prospekt wird in allen Migros-Filialen aufliegen und dem «Migros-Magazin» beigelegt. Kunden können bei der Bezahlung ihre Cumulus-Punkte anrechnen lassen.

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Stirnimann ist überzeugt, dass M-Travel Switzerland mit den Direktverkaufsmarken Denner und Migros die eigenen Umsätze der etablierten Handelsangebote von Hotelplan und Esco nicht torpediert. Es handle sich um eine neue Kundschaft. «Von unseren bisherigen Denner-Reisekunden haben 70% noch nie ein Reisebüro betreten.»