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Fernstudien: Familie, Job und Bildung – alles im Griff

Sie sind eine gute Möglichkeit, um sich parallel zu Beruf und Familie weiterzubilden. Das setzt aber Flexibilität, Disziplin und ein effizientes Zeitmanagement voraus.

Von Helga Wienröder
am 29.08.2007

Vorteile hat das berufsbegleitende Fernstudium auf jeden Fall: Man behält seinen Job und sein Einkommen, kann sich weiterhin um die Familie kümmern und entscheidet selbst, wann und wo man lernen will. Ein weiteres Plus: Das Gelernte kann schon tags danach am Arbeitsplatz überprüft werden und oft auch sofort in die Praxis umgesetzt werden.

Auf der anderen Seite verlangt das Fernstudium aber auch eine besondere Vorbereitung und ein hohes Mass an Selbstorganisation, Zeitmanagement und Arbeitsdisziplin. Sehr wichtig ist es daher, bereits vor Studienbeginn klare Strukturen festzulegen, damit man das Programm wirklich einhält. Auch wenn draussen die Sonne scheint oder die Kids von Mami oder Papi mehr Zeit reklamieren. Da muss man einfach durch.

Universitäre Fernstudien

Die Angebotspalette im Schweizer Fernstudienbereich ist eindrucksvoll. Sie reicht von universitären Angeboten über die der Fachhochschulen bis zu einer langen Liste privater Anbieter. Insgesamt decken die Schulen alle Weiterbildungsstufen ab, je nach Niveau, Inhalt, Länge, Budget und Abschluss.
«Universitäre Fernstudien» betreibt Schulen, die sich auf die Fachausbildungen im hohen Bildungssegment spezialisiert haben. Dazu gehören auch Weiterbildungen, die zu eidgenössisch diplomierten Abschlüssen führen. «Universitäre Fernstudien» haben eine längere Tradition in der Schweiz, denn sie wurden 1992 als Schweizer Stützpunkt der FernUniversität in Hagen (Deutschland) gegründet. Seither ist es auch in der Schweiz möglich, anerkannte universitäre Fernstudien und Weiterbildungen zu absolvieren. Heute ist die Schule vom Bund als universitäres Institut anerkannt. Angeboten werden Studiengänge und Weiterbildungen der FernUniversität Hagen sowie eigene firmenspezifische Aus- und Weiterbildungen.

Neu als Doppeldiplomabschluss

Mit seinen drei Studienzentren in Brig, wo sich auch die Schweizer Zentrale befindet, sowie Pfäffikon SZ und Sierre deckt sie die Schweiz breit ab und offeriert eine ganze Bildungspalette auf Deutsch und Französisch. Ende Juni dieses Jahres ist «Universitäre Fernstudien Schweiz» eine Partnerschaft mit der französischen Universität Pierre Mendès-France in Grenoble eingegangen. Das ermöglicht den Studierenden einen Doppel-diplomabschluss, derzeit nur in Wirtschaftswissenschaften. 2008 folgt ein Doppeldiplomabschluss in der Fachrichtung Psychologie.
Seit 1998 bietet die eidgenössisch anerkannte Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Sie gehört zur Fachhochschulregion Tessin (Suspi) und ist in ein internationales Netzwerk von über 50 Fachhochschulen eingebunden. Rund 80% der Ausbildung erfolgt im begleiteten Fernstudium, etwa 20% absolvieren die Studierenden in einem der Regionalzentren in Zürich, Bern, Basel oder Brig.

Breites Angebot von Privaten

Diese Studienform schliesst eine Lücke im schweizerischen Bildungswesen: Sie bildet höher qualifizierte Berufsleute weiter, ohne sie dem Arbeitsmarkt zu entziehen. Im Rahmen der Bologna-Deklaration hat die FFHS seit dem Wintersemester ihre Studiengänge und Abschlüsse dem internationalen Standard angepasst. Das aktuelle Angebot umfasst Bachelorstudiengänge (vormals Diplomstudiengänge) in diversen Bereichen der Informatik und Wirtschaftswissenschaften. In Form von sogenannten Weiterbildungsmastern, vormals Nachdiplomstudiengänge, kann beispielsweise an der FFHS der Executive MBA abgeschlossen werden, dazu gehören aber auch diverse Master of Science(MAS)-Abschlüsse. Dazu finden Nachdiplomkurse statt mit dem Abschlusstitel CAS. Ebenfalls national und international anerkannt sind die Abschlüsse der Open University Switzerland.
Sehr gross ist auch das Angebot der privaten Anbieter, weit mehr als 40 gibt es auf dem Markt. Dazu zwei sehr unterschiedliche Beispiele: Zu den Etablierten zählt seit vielen Jahren die Akad, die sich als Akad Business, als Hochschule für Berufstätige Akad HfB oder als Akad Home Academy verschiedensten Inhalten, Abschlüssen und Spezialisierungen widmet. Als Managementschule präsentiert sich Educatis esm, die als gemeinnützige Stiftung nach Schweizer Recht von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht kontrolliert wird. Educatis offeriert diverse Abschlüsse für Spezialisierungen im MBA-Bereich wie auch Promotionsabschlüsse und Zertifikationsstudien. Educatis ist durch den Kanton Uri anerkannt.

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Universitäten und private Anbieter

Fondation Fernstudien Schweiz
www.fernuni.ch

Fernfachhochschule Schweiz
www.fernfachhochschule.ch

The Open University Switzerland
www.open .ac.uk

Akad
www.akad.ch

Educatis ESM
www.educatis.ch

Link zu weiteren Links
www.ausbildung-weiterbildung.ch/adressen

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