Die Zahlen zeigen nach oben, aber nicht in jenem Segment, das Fiat-Boss Sergio Marchionne als Wachstumsmotor aus­erkoren hatte: Ferrari verkauft mehr 
eigene Autos und Motoren (etwa für 
Maserati), doch die Positionierung als Luxusmarke, mit der Ferrari beim Börsengang vor gut einem Jahr eine höhere Bewertung durch die Anleger angepeilt hat, lässt auf sich warten.

Die Zahlen für das dritte Quartal 2016 zeigen zwar einen zwölfprozentigen Anstieg der Umsätze im Segment Sponsoring und Marke – dies aber vor allem, weil die Platzierung in der Saison 2015 (Zweiter) in der Formel 1 besser war als im Vorjahr (Vierter); dies dürfte die Sponsoren-Einnahmen positiv beeinflusst haben.

Ferrari wird wohl wieder zurückfallen

Doch 2016 wird Ferrari wohl wieder zurückfallen und Dritter werden – was sich negativ auf Image und Vermarktungserlöse im nächsten Jahr auswirken dürfte. Entsprechend nervös verlangt Marchionne von Ferraris Teamchef Maurizio Arrivabene und Topfahrer Sebastian Vettel endlich Rennsiege.

Zum Vergleich: Die 12 Prozent Zuwachs im Sponsoring- und Markengeschäft stehen einem Wachstum von über 30 Prozent bei den Motorenlieferungen gegenüber. Wohl um die Umsätze weiter zu forcieren, hat Ferrari das ursprüngliche Jahresziel für 2016, rund 7900 Sportwagen zu verkaufen, auf 8000 erhöht – auch das ein problematischer Schritt; Luxusmarken leben stark von der Verknappung ihrer Güter. Unter dem Brand Ferrari können derzeit aber eher mittelpreisige Bekleidung oder Accessoires 
verkauft werden.