Festina hält die vernetzte Armbanduhr für eine echte Chance für das Swiss-Made-Label. Die spanisch-schweizerische Uhrengruppe dürfte ihre ersten Modelle an der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld 2015 im nächsten März präsentieren.

Festina setzt dabei auf eine sehr uhrenindustriemässige Herangehensweise an die vernetzte Armbanduhr, sagte Festina-Schweiz-Chef Gérald Roden in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi»: «Wir werden ein Quartzuhrwerk mit Zeigern entwickeln, die mit externen Geräten über die Technologie Bluetooth Low Energy kommunizieren können.»

Eine echte Chance für das Label «Swiss made»

Roden distanzierte sich von den Kassandra-Rufen, die der Schweizer Uhrenindustrie eine düstere Zukunft voraussagen angesichts der Entwicklungen vernetzter Uhren durch Elektronikgiganten wie Samsung oder Apple. Eine solche Uhr sei eine echte Chance für das Label «Swiss made» und insbesondere für das Wachstum von Festina.

Der Festina-Chef ist der Ansicht, dass sich die Uhrenindustrie langfristig teilen wird. «Auf der einen Seite die grossen börsenkotierten Elektronikhersteller, die Massenprodukte nach der Art eines Telefons am Handgelenk produzieren, und auf der anderen Seite ein Uhrenmarkt, der sich an einem traditionelleren Design orientiert», sagte Roden.

Vier Millionen Uhren

Festina, das im Besitz von Miguel Rodriguez ist, stellt rund vier Millionen Uhren her, davon 170'000 Stück mit dem Label «Swiss made». Von den 3'000 Mitarbeitern der Gruppe arbeiten rund 400 in der Schweiz, das heisst im Waadtländer Vallée de Joux, in Les Reussilles BE, in Saignelégier JU, in Solothurn und in Biel, wo der Schweizer Hauptsitz ist.

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(sda/ccr)