Für eine Überprüfung technischer Mängel, durch die Pannen und sogar Brände entstehen könnten, hat der Autokonzern Ford in Indien mehr als 100'000 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen. Es ist die grösste Rückrufaktion eines Autoherstellers auf dem Subkontinent.

Die indische Filiale des US-Autobauers teilte mit, sie wolle einige Chargen des Kleinwagenmodells «Figo» sowie der Limousine «Classic» überprüfen. Diese Fahrzeuge rollten zwischen Januar 2008 und Februar 2011 vom Band.

Es handle sich um eine freiwillige und vorsorgliche Massnahme, erklärte Ford India. Bislang seien keine Verletzungen aufgrund von technischen Problemen gemeldet worden.

Laut dem Unternehmen soll bei über 17'600 «Figo»- und «Classic»-Fahrzeugen der Schlauch der Servolenkung ersetzt werden, weil dort ein mögliches Ölleck «im Extremfall» ein Feuer entfachen könne. Bei 111'000 Fahrzeugen werde geprüft, ob es Fehler an der Federung gebe. Probleme damit könnten die Wagen unbrauchbar machen.

Ende Juli hatte Ford knapp 485'000 Geländewagen des Modells «Escape» in die Werkstätten gerufen. In Europa, wo das Modell unter dem Namen «Maverick» verkauft wird, waren etwa 4500 Fahrzeuge betroffen.

(vst/aho/sda)