Nach Volkswagen ist in den USA ein zweiter Autobauer wegen möglichen Abgasbetrugs ins Visier der Behörden geraten. Der italienisch-amerikanische Branchenriese Fiat Chrysler stehe im Verdacht, bei rund 100’000 Dieselwagen die Emissionswerte gefälscht zu haben.

Damit hätte der Konzern gegen das Luftreinhaltegesetz verstossen, wie das das US-Umweltamt EPA am Donnerstag in Washington mitteilte. Es geht um möglicherweise illegale Software zur Abgaskontrolle, die Fiat Chrysler gegenüber den Regulierern nicht offengelegt habe.

Kurs stürzt ab

Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage zunächst nicht äussern, kündigte aber eine Stellungnahme an. An der Börse stürzte die Fiat Chrysler-Aktie ab. Wegen ähnlicher Tricksereien beim Abgas hat sich Volkswagen in den USA zu Entschädigungs- und Strafzahlungen in Höhe von bereits mehr als 20 Milliarden Dollar verpflichtet.

(sda/mbü)