Fiat Chrysler hat mehreren Insidern zufolge die Einführung oder Modernisierung von mindestens einem Dutzend Modellen in Nordamerika verschoben. Von den Verzögerungen seien sowohl die Marken Chrysler, Maserati, Jeep, Ram als auch Dodge betroffen, sagten mehrere Zulieferer der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit der ungewöhnlich hohen Zahl an aufgeschobenen Projekten im vergangenen Jahr könnte der weltweit siebtgrösste Autokonzern Investitionen in Milliardenhöhe auf die lange Bank schieben, während er nach einem Partner Ausschau halte. Die Marke Alfa Romeo würde dagegen mit der schnellen Einführung von Modellen wohl gestärkt. Fiat Chrysler wollte sich nicht dazu äussern.

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Absatz bis 2018 drastisch steigern

Konzernlenker Sergio Marchionne hatte vor einem Jahr Investoren seinen Modell-Plan vorgestellt. In einem Zeitraum von fünf Jahren will Marchionne 50 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Bis 2018 will er den Absatz auf sieben Millionen von zuletzt 4,75 Millionen Fahrzeugen steigern.

Marchionne tritt für Zusammenschlüsse in der Branche ein und will dabei eine aktive Rolle spielen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Fiat Chrysler-Chef zuletzt mit einem Fusionsvorschlag bei der Opel-Mutter General Motors (GM) abgeblitzt sein. Spekulationen über eine Annäherung beider Konzerne machten schon seit längerem die Runde.

(reuters/dbe/ama)