Der italienische Autobauer Fiat hat trotz einer Schwäche bei seiner US-Tochter Chrysler im zweiten Quartal den Gewinn gesteigert. Dank einer stärkeren Nachfrage nach dem Luxus-Sportwagen Maserati und einem besseren Geschäft in den USA und in Schwellenländern legte der Überschuss binnen Jahresfrist um mehr als 80 Prozent auf 435 Millionen Euro zu, wie der Konzern mitteilte.

Der Umsatz gewann vier Prozent auf 22,3 Milliarden Euro - das brachliegende Europa-Geschäft verhinderte mit einem erneuten Absatzrückgang ein stärkeres Plus. Doch auch hier zeichnet sich eine Besserung ab: Der Verlust in Europa verringerte sich auf 98 Millionen Euro von 138 Millionen Euro im Vorjahr. Fiat baute seinen Schuldenberg zudem stärker als erwartet auf 6,7 Milliarden Euro ab und bestätigte trotz einer Gewinnwarnung von Chrysler seine Jahresziele.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Chrysler sorgt negative Effekte

Fiat hält 58,5 Prozent an Chrysler. Die restlichen 41,5 Prozent sind in Händen des US-Gewerkschaftsfonds Veba, der die Krankenkassen-Kosten der Chrysler-Rentner trägt.

Während in den vergangenen Quartalen Chrysler regelmässig die Fiat-Bilanz aufpolierte, sorgten die Tochter diesmal für negative Effekte. Chrysler senkte sein Gewinnziel fürs Gesamtjahr auf 1,7 bis 2,2 Milliarden Dollar. Bisher hatte der drittgrösste US-Autobauer mit 2,2 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn im zweiten Quartal kletterte um rund 16 Prozent auf 507 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 18 Milliarden Dollar zu.

(rcv/aho/reuters)