Vor dem New Yorker Börsengang des neuen Autokonzerns Fiat Chrysler Automobiles (FCA) hat sich die italienische Industriellen-Familie Agnelli umfassende Kontrollrechte gesichert.

Nach Angaben der Mailänder Börse vom Freitag erhöhte Agnellis Beteiligungsgesellschaft Exor ihren Stimmrechtsanteil auf 46,6 Prozent. Hintergrund ist ein spezielles Aktionärsprogramm, das bei der Fusion vereinbart worden war. Demnach erhalten Fiat-Anleger, die ihre Aktien mehr als drei Jahre halten, pro Anteilschein zwei Stimmrechte.

Fiat-Reformpläne finanzieren

Exor habe diese Option für alle ihre 375 Millionen Aktien ziehen können, sagte ein Sprecher der Beteiligungsgesellschaft. Da ein Grossteil der übrigen Fiat-Aktionäre dazu nicht berechtigt war, konnte der Agnelli-Clan seinen Einfluss entsprechend ausbauen.

FCA gibt am Montag das Börsendebüt an der New Yorker Wall Street. Mit Hilfe des Geldes aus dem Börsengang will Fiat-Chef Sergio Marchionne vor allem seine milliardenschweren Reformpläne finanzieren. So soll der Umsatz um 60 Prozent steigen und der Reingewinn bis 2018 verfünffacht werden.

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(sda/gku)