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Fiat-Werke in Italien bleiben erhalten

Dementiert einen möglichen Rückzug Fiats aus Italien: Sergio Marchionne. (Bild: Keystone)

Sergio Marchionne hat einen möglichen Rückzug Fiats aus Italien dementiert. Trotz schlechtem Geschäftsgang werde der Konzern das Land nicht verlassen.

Veröffentlicht am 18.09.2012

Fiat will trotz schlechtem Geschäftsverlauf in Italien seinem Heimatland nicht den Rücken kehren. «Ich habe nie über die Schliessung von Werken gesprochen. Ich habe nie gesagt, das Land verlassen zu wollen», stellte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Dienstag in einem Interview der Tageszeitung «La Repubblica» klar.

Marchionne, der auch den zu Fiat gehörenden US-Autobauer Chrysler leitet, ist zuletzt zunehmend unter Druck von Gewerkschaften und Politikern geraten, die Strategie des Konzerns zu erläutern. Ein 2010 vorgelegter Fünf-Jahres-Plan über Investition in Höhe von 16 Milliarden Euro lässt noch viele Fragen offen.

In der vergangenen Woche erklärte Fiat dann, es sei unrealistisch davon auszugehen, dass eine vor zweieinhalb Jahren vorgelegte Strategie unverändert bliebe.

Italienische Automarkt auf Talfahrt

Der italienische Automarkt befindet sich auf Talfahrt. Fiat war bereits gezwungen, die Produktion in einigen Werken dort vorübergehend zu stoppen. Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Fertigung auch weiterhin immer mal wieder ausgesetzt wird.

Dagegen stellte die Fiat-Tochter Chrysler in der vergangenen Woche in den USA allein 66 neue Modelle vor. Das nährte im rezessionsgeplagten Italien Sorgen, dass sich der Traditionskonzern auf die USA konzentrieren und von seinem Heimatmarkt zurückziehen könnte.

Das Augenmerk liegt nun auf weiteren Informationen zu den Investitionsplänen in Italien, die am 30. Oktober vorgestellt werden sollen.

(rcv/vst/sda)

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