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Fifa-Funktionär Li stimmt Auslieferung zu

Mit Eduardo Li hat ein weiterer in Zürich verhafteter Fifa-Funktionär der Auslieferung an die USA zugestimmt. Der Costa Ricaner galt als Schwergewicht innerhalb der Fifa.

Veröffentlicht am 15.12.2015

Ein weiterer der in Zürich inhaftierten Fifa-Funktionäre hat den Widerstand gegen seine Auslieferung in die USA aufgegeben. Der ehemalige Präsident des Fussballverbandes von Costa Rica, Eduardo Li, will sich nach Angaben seiner Anwälte der US-Justiz stellen.

Lis Anwalt Simon Rosenthal kündigte den Entscheid am Montag an. Sein Mandat wolle sich den Beschuldigungen der US-Justiz direkt stellen und nicht über das Auslieferungsverfahren. Er machte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters keine weiteren Angaben.

Mitgliedschaft in Exekutivkommitee angestrebt

Li war im Mai zusammen mit sechs weiteren Personen in Zürich verhaftet worden. Die USA ermitteln gegen Li wegen des Verdachts, Bestechungsgelder im Zusammenhang mit Fussball-Turnieren angenommen zu haben. Li hätte Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees werden sollen.

Das Bundesamt für Justiz hatte Lis Auslieferung an die USA Ende September zugestimmt. Li focht den Entscheid aber zunächst an.

41 Personen und Organisationen im Visier

Von den sieben im Mai in Zürich verhafteten Fifa-Funktionäre sind bis heute zwei in die USA überstellt worden; beide hatten ebenfalls ihren Widerstand gegen die Auslieferung aufgegeben.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte die Polizei in Zürich zwei weitere Funktionäre des Weltfussballverbandes auf Ersuchen der USA verhaftet. Die zwei Fifa-Vizepräsidenten sollen ebenfalls Bestechungsgelder angenommen haben. Insgesamt beschuldigt die US-Justiz 41 Personen und Organisationen.

(sda/gku)

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