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Fifa-Korruption: «Handelszeitung» siegt vor Bundesgericht

Licht ins Dunkel: Das Bundesgericht entschied gegen die Fifa. (Bild: Keystone)

Die Staatsanwaltschaft Zug darf Medien, darunter der «Handelszeitung», eine Einstellungsverfügung aushändigen. Das hat das Bundesgericht entschieden und eine Beschwerde der Fifa-Funktionäre abgewiesen

Von Jean François Tanda
am 11.07.2012

Im Mai 2010 hatte die Strafjustiz ein Verfahren gegen den Weltfussballverband FIFA und zwei hochrangigen FIFA-Exponenten eingestellt, nachdem die drei Parteien insgesamt 5,5 Millionen Franken Wiedergutmachung bezahlt hatten. 

Das Bundesgericht kommt in seinem Urteil vom 3. Juli 2012 zum Schluss, dass an der Einsicht in die Einstellungsverfügung des Strafverfahrens ein grosses Interesse besteht. Es bestätigt damit die Kontrollfunktion der Medien gegenüber Justiz- und Strafbehörden und das Interesse der Öffentlichkeit an der Berichterstattung über die Korruptionsvorwürfe beim Weltfussballverband.

Die Journalisten der «Handelszeitung», des «Beobachter», der «Tageswoche», der «BBC» und der «Sonntagszeitung», die alle ein Einsichtsgesuch gestellt und vor Bundesgericht recht bekommen haben, dürfen auch die Namen der von den Vorwürfen betroffenen Personen und die von den Behörden berücksichtigten persönlichen und finanziellen Verhältnisse einsehen.

Nur so könne die Tragweite der Anschuldigungen und der geleisteten Wiedergutmachung hinreichend verstanden werden, meint das Bundesgericht.

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