Der Weltfussballverband Fifa hat eine Hotline für Whistle Blower installiert. Betrieben wird sie von der Berliner Firma Business Keeper. Über dieses internetbasierte Fifa-Meldesystem können Informanten verdeckte Hinweise zu mutmasslicher Bestechlichkeit von Funktionären, Korruptionsfällen aller Art und Spielmanipulationen abzugeben.

«Das Meldesystem wird rege benutzt, auch wenn uns nicht alle Informationen inhaltlich weiterbringen», sagt Fifa-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke. «Häufig wird unsere Plattform als Hilferuf genutzt, wenn etwa Spieler von ihrem Verein zu Manipulationen gedrängt würden.»

Fünf Hinweise pro Woche

Laut Informationen der «Handelszeitung» gehen bei Business Keeper im Schnitt fünf Hinweise pro Woche ein. Das enspricht dem Durchschnitt eines Schweizer Konzerns. Die Mehrheit der Hinweise bezieht sich auf vermutete Spielmanipulationen durch angeblich bestochene Schiedsrichter.

Die anonymisierten Hinweise werden von Experten analysiert und an Michael Garcia, dem Chefermittler des Weltfussballverbands, oder an Domenico Scala, Vorsitzender der Compliance-Kommission, zur Abklärung weitergeleitet. Bei konkretem Verdacht auf einen Verstoss wird durch Garcia eine Untersuchung eingeleitet. Gemäss Mutschke wird das aufwändige Whistleblower-System weltweit rund um die Uhr angeboten.

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