Chefwechsel bei der Überwachungsgesellschaft Early Warning System:  Urs Scherrer, der langjähriger Chef und Zürcher Sportjurist, hat das Unternehmen verlassen und seine Firmenanteile dem Fussballweltverband Fifa übergeben. Die Firma soll für die Fifa Wettbetrug erkennen und bei Verdacht auf Spielmanipulation Alarm schlagen.

Insider befürchten, dass mit dem Chefwechsel Early Warning System zu nahe an die Fifa heranrücken werde. Denn das Unternehmen wurde einst als vom Wettmarkt und von der Weltfussballverband neutrale Stelle gegründet. Dies sei nach der vollstündigen Integration in die Fifa nicht mehr der Fall. Dieses Argument lässt die Organisation nicht gelten: «Die Early Warning System war und ist keine unabhängige Tochterfirma, bislang hielt die Fifa 95 Prozent der Anteile und nun sind es aufgrund einer Entscheidung des Exekutivkomitee 100 Prozent. Wichtig für uns ist jedoch die Unabhängigkeit von dem Wettmarkt», so ein Sprecher.

Aus dem innersten Machtzirkel der Fifa

Zudem werde EWS derzeit umstrukturiert, um sich dem stetig verändernden Wettmarkt anzupassen, so der Fifa-Sprecher. Als erstes wurde mit Jérôme Valcke vorübergehend der Fifa-Generalsekretär in die Unternehmensspitze eingesetzt. Da aber in sämtlichen Tochtergesellschaften der Verband ein Mitglied des Exekutivkomitees einsitzen soll, klärt die Fifa ab, wer aus dem innersten Machtzirkel des Verbandes für das Amt in Frage kommt.  

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