Wer den Sony-Camcorder HDR-CX7 kauft, tätigt mit rund 1700 Fr. eine Investition für die Zukunft. Freude bereitet das Gerät vor allem Leuten, die viel Spass an gestochen scharfen Bildern haben, schon ein wenig Erfahrung mit Filmen besitzen und nicht schwer tragen wollen. Denn es handelt sich hierbei (nach Aussagen von Sony) um die weltweit kleinste und leichteste Kamera, die HD-Aufnahmen auf einem «Memory-Stick» ermöglicht. Damit ist auch klar: Es gibt hier kein Geschleppe mit Kassetten und stundenlanges Downloaden von einem DV-Band. Aufzeichnungsmedium ist der von Sony vertriebene Speicherkartentyp «Memory Stick».

Eine 8-Gigabyte-Karte bietet Platz für rund eine Stunde Film in der höchsten Qualität. Das will etwas heissen, denn die HDR-CX7 nimmt im Format AVCHD mit 1080 Zeilen auf. Geguckt wird durch ein Carl-Zeiss-Vario-Sonnar-T-Objektiv. Für alle Technikmuffel: Die Kamera ist ein veritables Geschoss und erste Sahne. Einen einzigen wirklichen Konkurrenten hat sie; nämlich die Panasonic HDC-SD5.

Mindestens HD-TV

Allerdings benötigt solche Brillanz das passende Equipment. Würde doch ansonsten die Genialität der Technologie gar nicht zum Tragen kommen. Hier drängen sich weitere Investitionen auf. Mindestens ein HD-fähiger Fernseher ist nötig, um die Auflösung bei der Wiedergabe annähernd beizubehalten. Ideal wäre allerdings ein derzeit noch teurer Bildschirm mit Full-HD-Standard. Doch kann der Cineast hoffen. «Es ist damit zu rechnen, dass der Preiszerfall vor allem bei den einfachen HD-Fernsehern noch weitergehen wird», sagt Edgar Fuchs, Inhaber des Fotogeschäfts Fuchs (digifuchs.ch) in Zürich.
Investieren muss der HDR-CX7-Besitzer auch in Speichermedien. Denn eine einzige Datenkarte dürfte kaum genügen. Noch immer stolze rund 180 Fr. kostet der 8GB-«Memory Stick». Das ist deutlich mehr als die fünf Franken für herkömmliche Filmkassetten.

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Datenberg beim Bearbeiten

Rudimentär bearbeiten kann der Freizeitfilmer seine Filme mit der ab 100 Fr. verfügbaren Sony-Vegas-Software. Hier sind die Datenmengen kein Problem: Das Filmmaterial kann in komprimiertem Zustand zurechtgestutzt werden. Trotzdem gilt zu beachten: Ohne Dual-Core-Prozessor geht nichts.
Bei höheren Ansprüchen kommt man um eine professionellere Software nicht herum; allen voran nicht um Edius/Canopus. Wegen der Dekomprimierung sieht sich der Filmer mit gigantischen Datenmengen (eben genau der Vorteil einer solch hoch auflösenden Kamera) konfrontiert. Hier bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder muss der bearbeitete Film zum Aufbewahren wieder komprimiert und auf eine DVD gebrannt werden. Oder der HDR-CX7-Filmer beschafft sich einen HD-DVD- oder Blue-ray-Brenner (siehe Text unten) und sichert sich so endgültig die höchstmögliche Bildqualität.

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www.sony.ch
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