Jetzt haben wir es schwarz auf weiss: Die Schweiz ist weltmeisterlich – nirgends sonst gibt es so viele Smartphones, und laut der in dieser Woche von Advico Young & Rubicam vorgestellten Studie «Media Use Index» besitzt auch fast schon die Hälfte der Schweizer Haushalte ein Tablet.

Dabei sind es nicht nur die Generationen der «Digital Natives» (im Alter von 14 bis 29 Jahren) oder der «Digital Immigrants» (von 30 bis 54 Jahren), welche die Statistik derart glanzvoll aussehen lassen. Auch bereits 52 Prozent der «Silver Surfers» (ab 55 Jahren) besitzen laut Hochrechnung ein Smartphone. Gerade bei den Tablets ist in jener Generation das Wachstum noch eindrücklicher: Ein Viertel der «Silver Surfers» besitzt die handliche Computer-Version wie iPad oder Nexus. Das bedeutet ein sattes Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vom Spiel- zum Werkzeug

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Während «Digital Natives» ihr Smartphone primär zur Unterhaltung nutzen, dient es bei den «Digital Immigrants» immer häufiger der Information und Organisation. «Silver Surfers» betrachten das Mobilgerät gar als Werkzeug.

Von diesem Kuchen wollen sich natürlich auch die Finanzinstitute, wenn auch zögerlich, immer häufiger ein Stück abschneiden. Raiffeisen, Postfinance, UBS, Credit Suisse, Zürcher Kantonalbank: Das sind alles Namen, die in den App-Charts im Bereich «Finanzen» zunehmend beliebter werden und weit oben auftauchen. Und es sind Banken, die ihre Investitionen auf folgende Erkenntnis der Studie aufbauen dürfen: Gerade bei Dienstleistungen, wie Fotoservices, Ticketverkauf oder Ferienbuchungen sei die Bereitschaft zum Online-Vertragsabschluss meist sehr gross – das gelte «immer häufiger auch bei Finanzdienstleistungen und Versicherungen».

Oder anders ausgedrückt: «Finance 2.0» hat längst begonnen.