Die berühmte britische Wirtschaftszeitung «Financial Times» wird an die japanische Mediengruppe Nikkei verkauft. Das teilte der britische Verlag Pearson am Donnerstag in London mit. Der Axel Springer Verlag in Berlin hatte kurz zuvor klargestellt, dass er nicht der Käufer sei.

Der Pearson-Verlag hatte erst am Donnerstag bestätigt, er wolle die FT Group verkaufen. Dazu gehören neben der «Financial Times» ein 50-Prozent Anteil am Wirtschaftsmagazin «The Economist» sowie ein Gemeinschaftsunternehmen in Russland mit dem Blatt «Wedomosti».

Auflage von 720'000 Stück

Die Wirtschaftszeitung auf lachsfarbenem Papier, nicht nur in Grossbritannien eine Institution, verkauft nach eigenen Angaben täglich 720'000 Exemplare - auf Papier und online.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg News wird die «Financial Times» mit bis zu einer Milliarde Pfund (1,5 Milliarden Franken) bewertet. Die Financial Times selber beziffert den Preis auf 844 Millionen Pfund. Zeitungen verkaufen sich angesichts sinkender Abonnentenzahlen jedoch schlecht. Amazon-Gründer Jeff Bezos etwa hatte für die berühmte «Washington Post» Ende 2013 rund 250 Millionen Dollar bezahlt.

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(sda/mbü)