Es sind turbulente Zeiten für die Ruag, die Konzernspitze wartet auf einen Entscheid des Bundesrates über ihren Wunsch nach mehr unternehmerischer Freiheit. Da die Rüstungsfirma dem Bund gehört, muss die Regierung entscheiden, ob sie diese Freiheit gewähren will.

Ein neuer Bericht der eidgenössischen Finanzkontrolle kommt deshalb ungelegen. Darin werden Auslandsengagements der Ruag kritisiert. Bei der Übernahme von Tochterfirmen im Ausland habe die Ruag diese nicht systematisch geprüft – was essentiell für die Korruptionsprävention wäre.

Zudem habe die Ruag einen Ableger in Ungarn vor der zweiten Inspektion vorgewarnt, was laut Finanzkontrolle nicht der Norm entspreche. Der Geschäftsführer von Transparency International Schweiz erklärt: «Ein Unternehmen muss nicht nur Korruption innerhalb der eigenen Firma verhindern, sondern auch gewährleisten, dass in Drittfirmen keine Korruption vorkommt.»

Wie die Ruag den Bericht kommentiert und was der Rüstungskonzern nun machen will, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl)