Der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern ING hat 2011 trotz Belastungen infolge der Schuldenkrise und Problemen in den USA deutlich mehr verdient. Der Überschuss verdoppelte sich auf fast 5,8 Milliarden Euro. Das teilt das Unternehmen in Amsterdam mit.

Börsianer sind enttäuscht

Damit verfehlte der Konzern jedoch die Erwartungen der Analysten. Die Aktionäre gehen leer aus, weil ING erst noch die verbliebenen Milliardenhilfen an den niederländischen Staat zurückbezahlen muss. Im vergangenen Jahr musste die ING fast 1 Milliarde Euro auf griechische Staatspapiere abschreiben. Zudem belastete das US-Geschäft.

Im vierten Quartal blieb der Konzern, in Deutschland vor allem durch seine Direktbank ING DiBa bekannt, nur dank seines Bankgeschäfts in den schwarzen Zahlen. Eine Abschreibung von 1,1 Milliarden Euro im Geschäft mit sogenannten «Variable Annuities» in den USA, einer besonderen Form der fondsgebundenen Rentenversicherung, drückte die Versicherungssparte in die roten Zahlen.

Insgesamt verdiente der Konzern zwischen Oktober und Dezember jedoch 1,2 Milliarden Euro und damit rund neunmal so viel, wie ein Jahr zuvor.

(muv/chb/awp)