Die Finanzbranche ist nach wie vor der wichtigste Sektor der Zürcher Wirtschaft. Gemäss einer am Freitag in Zürich vorgestellten Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Basel Economics wird die Branche allerdings bis 2020 nur unterdurchschnittlich wachsen.

Das Institut analysierte im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Bedeutung des Finanzplatzes Zürich im regionalen, nationalen und internationalen Umfeld. Dabei wurden Banken, Versicherungen und übrige Finanzdienstleister in den Kantonen Zürich, Schwyz und Zug untersucht.

Gemäss der Studie erwirtschafteten Banken und Versicherungen im Kanton Zürich 2010 eine Bruttowertschöpfung von rund 30 Milliarden Franken und erzielten damit einen Wertschöpfungsanteil am zürcherischen Bruttoinlandprodukt (BIP) von 22 Prozent. Jeder zehnte Erwerbstätige verdient sein Brot in der Finanzbranche.

Die mittelfristigen Aussichten allerdings sind wenig rosig. In einem Basisszenario geht BAK Basel Economics zwar davon aus, dass die Weltwirtschaft und der globale Finanzsektor bis 2020 leicht schneller wachsen werden als in den vergangenen zehn Jahren.

Die Wertschöpfung des Zürcher Finanzsektors werde jedoch mit lediglich 1 Prozent Wachstum pro Jahr andern Branchen hinterherhinken. Die Zahl der Erwerbstätigen werde voraussichtlich um durchschnittlich 0,3 Prozent pro Jahr schrumpfen.

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(tno/chb/awp)