In der Auseinandersetzung zwischen dem Verwaltungsrat des Telemedizin-Konzerns Lifewatch und der Aktionärsgruppe Schildknecht/Ringler hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) ihre Untersuchung abgeschlossen. Dabei hat sie offenbar keine Verstösse gegen die Offenlegungspflichten festgestellt, die Sanktionen gegen die Aktionärsgruppe auslösen.

Wie die Finma im Communiqué vom Mittwochabend schreibt, sei in keinem der untersuchten Fälle eine Grundlage zur Suspendierung von Stimmrechten und für ein Verbot von Zukäufen gegeben. Die Finma habe daher ihre Abklärungen in dieser Angelegenheit abgeschlossen, hiess es.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Ende Mai hatte Lifewatch bei der Finma Anzeige wegen einer möglichen Meldepflichtverletzung bedeutender Aktionäre eingereicht und um superprovisorische Massnahmen nachgesucht. Die Finma kam dem Antrag des Unternehmens auf superprovisorische Massnahmen nicht nach. Die Aktionärsgruppe ihrerseits hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Derweil hatte der Lifewatch-VR die ursprünglich per 30. Juni anberaumte Generalversammlung verschoben.

Am 22. Mai hatte die Gruppe um Patrick Schildknecht und Patrik Ringler im Rahmen einer Pflichtmitteilung an die Börse eine Beteiligung von 27,7 Prozent gemeldet. Als Meldegrund wurde eine Änderung in der Zusammensetzung der Gruppe angeführt. Die Aktionärsgruppe fordert seit längerem, dass einige der VR-Mitglieder von Lifewatch durch eigene Kandidaten ersetzt werden. Lifewatch hatte diese indes als «ungeeignet» zurückgewiesen.

(tno/awp)