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Untersuchung
Finma knöpft sich Pierin Vincenz vor

Pierin Vincenz: Im Visier der Finma.
Pierin Vincenz: Im Visier der Finma.   KeystoneQuelle: Keystone

Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ein Verfahren wegen Interessenskonflikten gegen den früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eingeleitet. Er kooperiert mit den Behörden.

Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ein Verfahren wegen Interessenskonflikten gegen den früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eingeleitet. Er sei am Mittwoch über das Enforcement-Verfahren informiert worden, teilte Vincenz am Sonntagabend mit.

Er sei der Ansicht, potenzielle Interessenskonflikte mit der notwendigen Sorgfalt behandelt zu haben, hiess es in einer Medienmitteilung, die sein persönlicher Berater Andreas Hildenbrand verbreitete. Doch er habe der Finma seine volle Unterstützung zugesichert.

Helvetia steht zu ihrem Präsidenten Vincenz

Vincenz war von 1999 bis im September 2015 Chef der Raiffeisen Gruppe. Danach übernahm er das Verwaltungsratspräsidium der Versicherung Helvetia. Auch sie sei über die Untersuchung gegen ihren Verwaltungsratspräsidenten informiert worden, teilte Helvetia am Sonntag mit. Sie sähen jedoch keinen Anlass, Vincenz' Präsidium in Frage zu stellen. Helvetia sei von der Untersuchung nicht betroffen.

Im Oktober wurde bekannt, dass die Finma ein Verfahren zu Corporate-Governance-Themen bei der Raffeisen Gruppe eingeleitet hatte. Laut Medienberichten werden auch Übernahmen durch Raiffeisen oder verbundene Unternehmen untersucht. Raiffeisen hatte unter anderem die Privatbank Wegelin gekauft und war beim Finanzunternehmen Leonteq eingestiegen. (spm/SDA)

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