Dem weltweit bekannten Schweizer Nummernkonto droht ein markanter Verlust an Sicherheit. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, will die Finanzmarktaufsicht (Finma) ausgerechnet beim Symbol für helvetische Verlässlichkeit den Einlegerschutz aufweichen.

Demnach würden Nummernkonti nicht mehr als privilegierte Einlagen gelten, im Fall eines Konkurses der Bank müssten die Inhaber mit ihren Forderungen hinten anstehen.

Grund für diesen Vorschlag ist  ein neuer Passus im Bankengesetz, den das Parlament letztes Jahr verabschiedet hat, ohne sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein. Nun schlagen die Banken Alarm und fordern die Finma auf, ihre Pläne zu überdenken.

Eine solche Bestrafung der Nummernkonti-Inhaber sei in keiner Weise gerechtfertigt und auch von der Politik nie gewollt gewesen, kritisiert die Schweizerische Bankiervereinigung. Das Nummernkonto diene heute nur noch dazu, bankenintern die Namen der Kunden möglichst geheim zu halten.

(vst)