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Rückstellung
Finma widerspricht Basler Kantonalbank

Logo der BKB: Anders als die ZKB stellt sie Geld für eine US-Busse zurück - angeblich auf Order der Finma. (Bild: Keystone)

Obwohl die BKB sich bei ihrer Rückstellung von 100 Millionen für den US-Steuerstreit auf die Finma beruft, will letztere nichts von derartigen Anweisungen wissen. Die ZKB hält derweil still.

Veröffentlicht am 19.12.2013

Anders als die Basler Kantonalbank (BKB) verzichtet die Zürcher Kantonalbank (ZKB) weiterhin auf Rückstellungen für den US-Steuerstreit. Nach wie vor lässt sich für die ZKB nicht beurteilen, wann und in welcher Höhe «finanzielle Verbindlichkeiten» anfallen werden.

«Wie schon in der Vergangenheit wird die Bank für erkenn- und bezifferbare Risiken auch in Zukunft ausreichende Vorsorge treffen», erklärte ZKB-Sprecher Diego Wider am Donnerstag auf Anfrage.

Finma widerspricht BKB

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) wollte Angaben der BKB nicht bestätigen, wonach die Kantonalbank mit ihrer Rückstellung einer Aufforderung an sämtliche Banken der Kategorie 1 und 2 nachkomme.

Die Frage von Rückstellungen beurteile sich auch im US-Steuerstreit nach allgemeinem Bilanzrecht. Und für die korrekte Bilanzierung seien letztlich die Banken verantwortlich, hielt Finma-Sprecher Vinzenz Mathys fest. «Es gibt in der Sache derzeit keine Aufforderung der Finma an die Banken.»

Die Drähte laufen hinter den Kulissen aber offenbar heisst: Die Finma stehe in dieser wichtigen Frage in engem Kontakt mit der Treuhandkammer und der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg). «Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Finma zu einem späteren Zeitpunkt Empfehlungen kommunizieren wird, die aus den Gesprächen mit der Treuhandkammer und der SBVg resultieren», erklärte Mathys.

(awp/sda/jev/vst)

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