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Gift
Fipronil hat Bienensterben in Zäziwil ausgelöst

Bienen: Die Honigarbeiter sind weltweit bedroht.   Keystone

Das BASF-Gift Fipronil hat im Kanton Bern zu einem Bienensterben geführt. Die Täter sind bisher unbekannt.

Veröffentlicht am 25.07.2014

Der Wirkstoff Fipronil hat das Bienensterben von Ende April im Raum Zäziwil BE verursacht. Wie und wo der Wirkstoff eingesetzt wurde, ist allerdings noch unklar.

Die betroffenen Imker haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet, wie der Bienengesundheitsdienst aspiservice in einer am Freitag über den landwirtschaftlichen Informationsdienst verbreiteten Mitteilung schreibt.

Ende April hatten Imker im Raum Zäziwil grosse Verluste bei ihren Bienen festgestellt. Betroffen waren 23 Bienenstände mit 172 Völkern. In vier Proben wurde der Wirkstoff Fipronil nachgewiesen.

Drei Proben lagen über dem sogenannten LD 50 Wert, eine knapp darunter. Der Wert gibt an, bei welcher Menge des Wirkstoffs 50 Prozent der Bienen innerhalb von 48 Stunden sterben.

Umstrittenes Mittel

Fipronil ist ein umstrittener Wirkstoff, der unter anderem in Pflanzenschutzmitteln vorkommt und seit 2003 von BASF hergestellt wird. In der Schweiz darf der Stoff nach Angaben von aspiservice in der Landwirtschaft und in Hausgärten nicht mehr verwendet werden.

Aufgrund dieses und anderer Bienensterben hatte der Bundesrat Ende Mai beschlossen, dass er Bienen besser schützen will. Er gab einen Aktionsplan in Auftrag, der aufzeigen soll, wie die Risiken von Pflanzenschutzmittel reduziert werden können. Mit dem Plan sollen auch die bereits bestehenden Massnahmen besser koordiniert werden.

(sda/chb)

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