KAMPF UM TALENTE. Hochschulabsolventen sind in der Schweiz derzeit heiss begehrte Arbeitskräfte. Wie eine Umfrage der «Handelszeitung» bei 30 bekannten Grossunternehmen und KMU ergeben hat, will eine Mehrheit die Zahl der spezifischen Einstiegsjobs für Akademiker im nächsten Jahr deutlich ausbauen.

ABB erhöht das Angebot in der Schweiz um 20 auf 100 Stellen. Swiss Re schreibt für ihr Graduate Programme 2008 in der Schweiz 45 Stellen aus, verglichen mit 15 im laufenden Jahr. Erweitert werden die Jobangebote auf das nächste Geschäftsjahr in der Schweiz auch bei der Grossbank Credit Suisse, bei Bâloise, Lindt & Sprüngli, Lonza, Swiss Life, IBM, McKinsey, KPMG und Adecco. Damit reagieren die Konzerne direkt auf den weltweiten «War for Talents», den Kampf um die besten Talente.Mit Abstand am meisten gesucht werden Informatiker, Betriebswirtschafter und Ingenieure. Zudem sind die Unternehmen zunehmend bereit, in Abgänger branchenfremder Studiengebiete zu investieren. Bei der Selektion legen sie Wert auf Praxiserfahrungen, Auslandaufenthalte, aber auch Sozialkompetenz. Um an die besten Talente zu gelangen, gestalten die Firmen ihre Einstiegsprogramme, Traineeships und Juniorprograms immer attraktiver. Bei McKinsey winken etwa bezahlte MBA-Kurse. Der verstärkte Wettbewerb manifestiert sich auch bei den Löhnen für Berufseinsteiger: Die Firmen sehen sich gezwungen, die Einstiegssaläre zu erhöhen. Mehr Anfängerlohn gibt es etwa bei Lindt & Sprüngli, ABB, aber auch beim Bundesamt für Informatik.