Zurich ist eine der führen-den globalen Versicherungsgruppen mit rund 60000 Mitarbeitenden, die in über 170 Ländern Dienstleistungen erbringen. Um unsere Marktposition zu stärken und unseren Marktanteil weiter auszubauen, halten wir ständig nach profitablen Wachstumsmöglichkeiten Ausschau. Wachstum entsteht entweder organisch, indem man mehr Produkte an bisherige Kunden verkauft, ein neues Kundensegment erschliesst oder in neuen Märkten tätig wird. Wachsen kann man auch anorganisch, indem man Gesellschaften zukauft. Zurich kombiniert diese beiden Ansätze.

Zielvorgaben stehen im Fokus

Wenn wir uns nach möglichen Kaufobjekten umsehen, orientieren wir uns an Zurichs allgemeiner Geschäftsstrategie. Generell verfolgen wir kleinere ergänzende Zukäufe, die unsere strategischen Zielvorgaben erfüllen. In den letzten 19 Monaten haben wir elf solcher Käufe getätigt.

Weiter schauen wir, in welchen Ländern eine mögliche Zielgesellschaft tätig ist, welche Kunden sie hat, welche Produkte sie anbietet und welche Vertriebskanäle sie nutzt. Diversifizierung ist ein entscheidendes Element unserer Strategie. Darum suchen wir nach Gesellschaften, die unser bereits vorhandenes weltweites Portfolio sinnvoll ergänzen. Gewisse Akquisitionen erschliessen uns neue Wachstumsmärkte, wie etwa unser Kauf des Schadenversicherers TEB Sigorta in der Türkei. Andere, wie etwa der Kauf des deutschen Motorfahrzeug-Garantieversicherers Real Garant, vergrössern unsere bereits bestehende Präsenz in einem reifen Markt, indem wir dadurch zusätzliche Produktlinien anbieten können.

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Der Kaufprozess kann durchaus zeitraubend sein. Sobald unser M&A-Team eine Gesellschaft identifiziert hat, die unsere strategischen Vorgaben erfüllt, beginnt der eigentliche M&A-Prozess. Der Verkäufer prüft erste Offerten und entscheidet, mit wem er detaillierte Verhandlungen aufnehmen will. Während dieser Verhandlungen schauen wir uns das mögliche Kaufobjekt genauer an. Dies umfasst eine ausführliche sogenannte Due Diligence.

Falls wir nach der eingehenden Prüfung des Kaufobjekts immer noch interessiert sind, unterbreiten wir ein fundiertes Angebot, das wiederum mit dem Verkäufer verhandelt wird, bis wir uns auf sämtliche Einzelheiten eines Kaufvertrags einigen können. Nach der Vertragsunterzeichnung prüfen die Aufsichts- und oft auch die Wettbewerbsbehörden die Transaktion. Sobald diese genehmigt ist, wird die neue Gesellschaft offizielles Mitglied der Zurich-Familie.

Der technische Teil der Akquisition mag zwar nun vorbei sein; ein ebenso wichtiger Prozess läuft hingegen erst richtig an: Die Integration. Eine Gesellschaft zu kaufen, bedeutet nicht nur zusätzliche Zahlen, die man fortan in den Büchern konsolidieren kann. Es hat auch viel mit Menschen und ihrer Firmenkultur zu tun. Indem wir neuen Mitarbeitenden früh eine klare Perspektive geben und ihnen zeigen, wie Zurich funktioniert und wie wir unser Geschäft betreiben, vermögen sie bald eine zentrale Rolle in der neuen Familie zu spielen.

Ein weltweiter Ansatz

The Zurich Way (TZW), unser Programm zur laufenden Optimierung der operativen Kernprozesse, versetzt uns in eine einzigartige Lage, wenn wir Firmen integrieren. Dieser weltweit bewährte Ansatz, der von unseren Fachleuten auf Kerngeschäftsaktivitäten wie Underwriting, Schadenabwicklung und Vertrieb angewandt wird, dient als eine Art Best-Practices-Modell, das wir auf jedes neu erworbene Unternehmen anwenden können. Dadurch können wir uns voll auf die lokale Feinabstimmung der Prozesse innerhalb dieser TZW-Vorgaben konzentrieren und müssen nicht jedes Mal von vorne beginnen. TZW spielt eine entscheidende Rolle in unserer Integrationsstrategie und verschafft uns einen wichtigen und massgeblichen Vorteil.

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Ein gutes Beispiel, wie TZW die Integration einer neu erworbenen Firma erleichtert, ist der russische Privatkundenversicherer Nasta. Als wir im Februar 2007 eine Mehrheitsbeteiligung erwarben, hatte Nasta eine Vielzahl von EDV-Systemen und über 60 Niederlassungen in ganz Russland, die jede wie eine separate Versicherungsgesellschaft operierte. Die Kombination von TZW-Best-Practices-Ansätzen mit dem lokalen Fachwissen hat zu beträchtlichen operativen Verbesserungen geführt. Das Prämienvolumen ist um 40% gestiegen. Seit Anfang 2008 operiert die Gesellschaft ausserdem unter dem Namen Zurich, was uns zum grössten ausländischen Versicherer macht, der exklusiv unter einer globalen Marke im rasch wachsenden russischen Markt auftritt.