Eine exklusive Umfrage der «Handelszeitung» bei 26 Schweizer Konzernen bringt es an den Tag: Selbst Firmen, die Stellen streichen, wollen mindestens so viele Abgänger weiterbeschäftigen wie im Vorjahr. Sie entsprechen damit dem Appell des Bundes, die jungen Berufsleute zu behalten und nicht auf die Strasse zu stellen.

Trotz Krise bieten die Firmen im Sommer zudem deutlich mehr neue Lehrstellen an. Post und SBB stellen beispielsweise 5 respektive 11% mehr neue Lehrlinge ein. Gesamthaft erhöhen die befragten Firmen ihr Lehrstellenangebot um 100 neue Lehrplätze auf 6402.

Sogar die UBS will nicht auf Kosten der Lehrlinge sparen. Anfang Monat liess die Grossbank noch verlauten, sie könne nur 50% der Lehrabgänger befristet weiterbeschäftigen. Doch nun sagt UBS-Sprecher Andreas Kern auf Anfrage der «Handelszeitung»: «Wir sind über die Bücher gegangen und zum Schluss gekommen, dass wir doch mehr Abgänger weiterbeschäftigen wollen.» Allen gut qualifizierten, leistungswilligen Lehrabgängern biete die UBS eine berufliche Lösung an.

Über den Lehrabschluss hinaus können auch Lehrlinge von Lindt & Sprüngli arbeiten. «Falls erwünscht, erhalten unsere Lehrlinge generell nach Abschluss bis zu sechs Monaten Beschäftigung im Unternehmen - sie sollen ihr Berufsleben nicht mit der Erfahrung der Arbeitslosigkeit beginnen», sagt Sprecherin Sylvia Kälin. 3

Anzeige