Angestellte müssen sich warm anziehen: Die Mehrheit der grössten Schweizer Arbeitgeber wird in diesem Jahr Personal entlassen müssen - oder sieht zumindest keine Möglichkeit, neue Jobs zu schaffen. Das zeigt eine Umfrage der «Handelszeitung» bei 88 führenden Arbeitgebern der Schweiz, die zusammen eine halbe Million Angestellte beschäftigen. 23 der 44 Firmen, die an der Befragung teilgenommen haben, erwarten bei der Anzahl ihrer Beschäftigten in diesem Jahr eine ungünstige Entwicklung.

Trotz den leicht positiven Konjunkturprognosen bleiben die Unternehmen auf der Kostenseite vorsichtig. «Zwar geht keine Firma, die wir beraten, von einem weiteren Rezessionsschub aus», interpretiert Christoph Winterer, Partner im Zürcher Büro des Strategieberatungskonzerns Bain& Company, das Resultat. Dennoch werde nach wie vor auch mit negativen Szenarien gerechnet - viele trauen dem Silberstreifen nicht. «Noch immer sind die meisten Firmen durch einen harten Preiswettbewerb unter Druck», weiss Winterer. Gleichwohl beurteilen die Firmen ihre wirtschaftliche Lage derzeit als «eher gut». Für 2010 sind sie ebenfalls zuversichtlich: 27 von 44 erwarten, dass sich ihre Lage verbessern wird. «Die Firmen sind aus dem Gröbsten raus», sagt Lukas Marty, Finanzchef der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG Schweiz. Pessimistisch sind die Arbeitgeber dagegen bei der Belastung durch Bürokratie: Vier von fünf erwarten eine ungünstige Entwicklung.